Fachkräftebedarf & Fachkräftemangel im Konversionsraum Alb und im Zollernalbkreis

PM UF 5.7.18Georg Link von der Agentur für Arbeit Balingen erläutert die Arbeitsmarktsituation und Möglichkeiten zur Fachkräftesicherung

Rund 40 Unternehmerinnen und Unternehmer trafen sich am 5. Juli 2018 zum 4. Unternehmerfrühstück im Albcasino. Der Referent, Georg Link, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Balingen, gab einen Überblick über die Fachkräftesituation in der Region und über Möglichkeiten für Unternehmen, Mitarbeiter für ihr Unternehmen zu gewinnen. 

Der Mangel an qualifizierten Fachkräften wirkt auf zahlreiche Unternehmen als Entwicklungsbremse. Dies gilt im Besonderen im produzierenden Gewerbe, im Handwerk sowie in der IT-Branche. Die Prognosen sagen, dass sich die Situation nicht grundlegend verbessern wird - im Gegenteil. Der Wettbewerb zwischen den Unternehmen und auch zwischen den Wirtschaftsstandorten wird sich verstärken.

Der Arbeitsmarkt im Zollernalbkreis ist stabil und der Arbeitslosenbestand ist stark zurückgegangen. Gleichzeitig stieg die Zahl der sozialversicherungspfichtigen Arbeitsplätze um 12% in den letzten zehn Jahren – ein Ergebnis der sehr guten Konjunktur. Es ist jedoch ein genereller Trend zur Akademisierung zu verzeichnen. Dies führt dazu, dass die Chancen für Geringqualifizierte sinken. 

Tendenziell wird es für Unternehmen immer schwieriger, freie Stellen zu besetzen. Im Schnitt betrug 2017 die Vakanzzeit offener Stellen mehr als drei Monate. Durch Ansätze wie Qualifizierungen und Umschulungen, Arbeitgebermarketing und vor allem auch Kooperationen mit Schulen kann dem Fachkräftemangel begegnet werden. Sinnvoll ist es, die Arbeitsagentur einzubeziehen, die nicht nur bei der Vermittlung von Stellen hilft, sondern auch Weiterbildungsmaßnahmen fördert.

Dass für Mitarbeiter heute nicht mehr nur das Einkommen relevant ist, betont auch Joachim Link, Geschäftsführer der Firma Interstuhl. Beim "Interstuhl-Generationenvertrag" stehen die Mitarbeiter und ihre Familien im Mittelpunkt. Mit diesem Ansatz hat Interstuhl auch kürzlich beim deutschlandweiten Wettbewerb "Mein gutes Beispiel" der Bertelsmann Stiftung und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks in der Kategorie „Große Unternehmen ab 250 Mitarbeiter“ gewonnen. 

Die Präsentation zur Veranstaltung finden Sie hier:

Georg Link: Fachkräftebedarf & Fachkräftemangel im Konversionsraum Alb und im Zollernalbkreis