Konversionsraum Alb als Teil der "Digitalen Zukunftskommune"

Innenminister Thomas Strobl hat die Gewinner des Landeswettbewerbs „Digitale Zukunftskommune@bw“ bekannt gegeben. Der Konversionsraum Alb hat zusammen mit dem Zollernalbkreis mit seinen Digitalisierungsstrategien überzeugt. 

Der Zollernalbkreis mit dem Konversionsraum Alb nahm erfolgreich beim Landeswettbewerb „Digitale Zukunftskommune“ teil. Insgesamt 72 Kommunen haben sich um einen Platz im Förderprogramm „Digitale Zukunftskommune@bw“ beworben. Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes digital@bw sollen dabei Kommunen des Landes bei der Entwicklung ihrer Digitalisierungsstrategie gefördert werden.

Das Regionalmanagement des Konversionsraums Alb unterstützte als zentrales Projekt den Landkreis bei seiner Bewerbung. Es organisierte einen Bürgerworkshop im Vorfeld, in welchem Vorschläge für die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen im Zollernalbkreis durch neue, vernetzte Dienste erarbeitet wurden. So kamen die Ideen zum Wettbewerbsbeitrag direkt von Bürgern und Bürgerinnen, die es betrifft. 

Aus 72 Bewerbungen haben Vertreter des Gemeindetags, des Städtetags und des Landkreistags sowie von Wirtschaft und Wissenschaft unter dem Vorsitz des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration die Gewinner ausgewählt. Am 3. Mai 2018 wurden nun die Sieger bei der Preisverleihung gekürt. Neben weiteren Kommunen und Landkreisen darf sich auch der Zollernalbkreis über Unterstützung bei seinen Digitalisierungsvorhaben freuen. 

Um die Standortnachteile des ländlichen Raumes auszugleichen, erarbeiteten der Landkreis Zollernalb, der Konversionsraum Alb und ein externes Unternehmen das Konzept der digitalen Dörfer. Grundbausteine des Konzepts sind folgende Module: „Mitschwätza“ für Bürgerbeteiligung, „Gscheid unterwegs“ für Mobilität im ländlichen Raum, „No gscheider wärda“ durch eine Nutzung der Informationen, die im Netz verfügbar sind und „Nix verkomma lassa“ zum Thema Abfallvermeidung und intelligente Abfuhrsysteme. Durch die Modellbauweise, das „Bienenwabenkonzept“, können jederzeit neue Ideen eingebracht werden und das digitale Dorf kann weiter wachsen.

Die Bewerbung war erfolgreich, sodass der Zollernalbkreis finanzielle Mittel vom Land erhält, um seine Bewerbung weiter zu entwickeln. Hierzu fand am 10.07.2018 ein Workshop statt. Ein Ergebnis ist, dass die Idee eines digitalen Dorfes - in lokaler Ausprägung von Meßstetten - durch das Regionalmanagement weiterentwickelt wird. Meßstetten wurde innerhalb des Konversionsraums gewählt, da es durch seinen Ortskern und die Ortsteile verschiedene Infrastrukturangebote hat, welche sich auf die digitalen Servicewünsche auswirken. Albstadt hat einen eigenständigen Wettbewerbsbeitrag eingereicht. 

Inhaltliche Entwicklung der Digitalen Kommune Meßstetten:

Die digitale Kommune Meßstetten ist eine Plattform, auf der die Bewohner u.a. die folgenden Interaktionen vornehmen können:

-      Informationen anbieten und austauschen,
-      kommunizieren,
-      nicht gewinnorientierte Dienste anbieten, nachfragen, organisieren, tauschen,
-      gemeinsame Aktivitäten planen,
-      . . .

Für eine möglichst systematische Vorgehensweise zur Erfassung von gewünschten Interaktionen werden altersabhängige Zielgruppen gebildet, denn es ist davon auszugehen, dass verschiedene Altersgruppen unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen haben. Dafür bietet sich eine Dreiteiung an: Jugendliche/junge Erwachsene, Beschäftigte und Senioren.

Die digitalen Interaktionsbedürfnisse dieser Gruppen werden zunächst über Workshops und Bachelorarbeiten ermittelt. Die Ergebnisse bilden die inhaltliche Grundlage für die Digitale Kommune Meßstetten. In einem nächsten Schritt kann dieses Konzept unmittelbar als Pilotprojekt für Meßstetten umgesetzt werden und/oder Eingang in den Wettbewerbsbeitrag des Landkreises finden. 

Pressetexte zu den Veranstaltungen und Umfragen:

Digitale Kommune Meßstetten
Bürgerworkshop in der Digitalen Kommune Meßstetten
Digitale Kommune Meßstetten: Umfrage für Jugendliche
Umfrage bei Jung und Alt zu digitalen Nutzungsformen